Pressemitteilung der Oberrheinkonferenz

Kehl, den 23.06.2020 

Mit nahezu 100.000 Grenzgängern und einer starken wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Verflechtung war die Grenzregion am Oberrhein besonders von den Maßnahmen der Covid-19 Pandemie in den letzten Monaten betroffen, insbesondere durch die eingeführten Grenzkontrollen. 

Bereits seit 2001 pflegen die Gesundheitsexperten aus dem Mandatsgebiet der Oberrheinkonferenz im Rahmen des Expertenausschusses Epi-Rhin, der derzeit von der Agence Régionale de Santé (ARS) geleitet wird, einen regelmäßigen Austausch. Aufgabe dieses Ausschusses ist der Unterhalt eines grenzüberschreitenden Meldesystems für übertragbare Krankheiten. Dieser Expertenausschuss EPI-Rhin hat sich am 03. Juni 2020 getroffen, um die eingerichteten grenzüberschreitenden Meldewege auch für COVID zu bestätigen und zu nutzen sowie die Maßnahmen zur Nachverfolgung von grenzüberschreitenden Infektionsketten zu harmonisieren. Die Arbeitsgruppe Gesundheitspolitik hat in seiner Sitzung am 16. Juni 2020 festgestellt, dass das EPI-Rhin Netzwerk gut funktioniert. 

Herr Peter Zeisberger, Leiter der Arbeitsgruppe Gesundheitspolitik, Regierungspräsidium Karlsruhe: „Kurz nachdem Grenzkontrollen vollständig abgebaut wurden bleibt es wichtig, uns noch intensiver abzustimmen, um dafür Sorgen zu tragen, dass es zur Eindämmung einer möglichen zweiten Infektionswelle des Corona-Virus keiner derartig drastischen Maßnahmen – wie Grenzkontrollen und Schließung von Grenzübergängen - mehr bedarf.“ 

Dr. Emilie Baro, Leiterin des Expertenausschusses EPI-Rhin, ARS Grand Est: „Seit der dritten Maiwoche werden Infektionsketten von Covid-19 nachvollzogen, dies funktioniert auch grenzüberschreitend.“ Weiterhin informiert der Expertenausschuss wöchentlich über die Inzidenzrate in den Teilregionen am Oberrhein, die Neubelegung von Intensivbetten aufgrund von Covid-19 in den Krankenhäusern sowie auch über grenzüberschreitende Fallgestaltungen zu Covid-19. 

Frau Präfektin Josiane Chevalier – aktuelle Präsidentin der D-F-CH Oberrheinkonferenz – begrüßt diese Zusammenarbeit- „Wir werden die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, insbesondere im Gesundheitsbereich und im Katastrophenschutz weiter ausbauen, um die Strukturen und Kommunikationswege besser zu verzahnen. Hiermit soll zukünftig schneller auf Notsituationen reagiert werden können, damit der Oberrhein weiterhin ein Modellraum für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa bleibt. 

GEMEINSAMES SEKRETARIAT / SECRETARIAT COMMUN / REHFUSPLATZ 11 / D-77694 KEHL TEL: +49 7851 9349 0 MAIL: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.oberrheinkonferenz.org / www.conference-rhin-sup.org 

Weitere Auskünfte: Gemeinsames Sekretariat der D-F-CH Oberrheinkonferenz 0049-7851/93490 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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