Europa-Tag 2020 - 75 Jahre Kriegsende, 70 Jahre Schuman-Plan

Baden-Baden / Strasbourg, 8.-10.5.2020

Es war keineswegs selbstverständlich, was der französische Außenminister Robert Schuman am 9. Mai 1950, nur fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, vorschlug: es sollte eine „Montan-Union“ geschaffen werden, welche die Schlüsselindustrie Bergbau mehrerer europäischer Staaten – darunter Deutschland und Frankreich – unter überstaatliche Aufsicht stellen sollte – eine wichtige Vorstufe der Europäischen Union.

Im Kern nimmt dies den Gedanken vorweg, dass die bis dahin blutig umkämpften Staatsgrenzen – gerade am Oberrhein und im Saargebiet – an Bedeutung verlieren sollten. Wir haben seitdem eine beispiellose historische Entwicklung erlebt in Richtung grenzüberschreitender Zusammenarbeit unter einem europäischen Dach.

Doch dieses Ideal-Ziel ist noch nicht erreicht, und gerade die jüngste Corona-Krise hat die Situation in den europäischen Grenzregionen zurückgeworfen. Während man sich bisher beispielsweise frei über den Rhein hinwegbewegen durfte und ein gemeinschaftlicher Lebensraum zwischen Vogesen und Schwarzwald entstanden war, so hat uns die jüngste Zeit leider daran erinnert, dass diese liebgewonnenen Gewohnheiten nicht selbstverständlich sind, und sorgsam mit ihnen umgegangen werden muss.

Für die Zukunft der Unternehmen und Menschen in der Region ist von höchster Wichtigkeit, dass man möglichst bald wieder zu einer Öffnung der Grenze kommt, damit grenzüberschreitende Aktivitäten und Entwicklungen wiederaufgenommen werden können.

Wir begrüßen daher die Initiativen von Pulse of Europe (siehe Pressetext und pulseofeurope.eu/poe-staedte/deutschland/baden-baden/) sowie Peter Cleiß und Jaques Schmitt (siehe "Nieder mit der Grenze). 

Daniel Steck und Marduk Buscher, Co-Präsidenten, und der gesamte Vorstand des CAFA RSO

Foto: Monsieur Paparazzo

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